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Zuckersteuer auf Softdrinks rueckt naeher: Foodwatch verspricht Milliarden-Ersparnis, die Industrie wehrt sich

health2026-08-25 · 1 min read · 68 reads

Die Einfuehrung einer Zuckersteuer auf Softdrinks ist in Deutschland politisch beschlossen, doch der Streit ueber Ausgestaltung und Zeitplan gewinnt an Schaerfe.

Die Debatte ueber eine Steuer auf zuckerhaltige Getraenke hat in Deutschland in den vergangenen Wochen deutlich an Fahrt aufgenommen, nachdem die Einfuehrung einer solchen Abgabe grundsaetzlich politisch beschlossen wurde.

Getragen wird das Vorhaben von einem Gesetzentwurf, der von Gesundheitsministerin Nina Warken vorangetrieben wird, doch ueber die genaue Ausgestaltung und den Zeitplan der Einfuehrung wird weiter heftig gestritten.

Was sich die Befuerworter erhoffen

Eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe soll die Rezepturen veraendern.
Eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe soll die Rezepturen veraendern.

Zuckerhaltige Getraenke gehoeren zu den grossen Treibern von Uebergewicht, Diabetes und anderen ernaehrungsbedingten Krankheiten, mit schwerwiegenden Folgen fuer die Gesundheit der Bevoelkerung und fuer die Kosten des Gesundheitssystems.

Nach Berechnungen der Organisation Foodwatch koennte eine konsequente Steuer auf zuckerhaltige Getraenke hunderttausende Erkrankungen verhindern und dem Gesundheitssystem rund sechzehn Milliarden Euro an Kosten ersparen.

Geplant ist dem Vernehmen nach eine Herstellerabgabe auf Softdrinks, die nach dem Zuckergehalt gestaffelt wird, sodass staerker gesuesste Getraenke hoeher belastet werden als solche mit weniger oder ohne Zucker.

Blick ins Ausland

Als Vorbild dienen Laender wie Grossbritannien und Mexiko, die mit gezielten Abgaben auf Softdrinks den Zuckerkonsum nachweislich gesenkt und die Hersteller dazu gebracht haben, ihre Rezepturen zu ueberarbeiten und weniger Zucker einzusetzen.

Genau dieser Effekt, die Veraenderung der Rezepturen, gilt vielen Fachleuten als der eigentliche Gewinn einer solchen Steuer, weil er den Zuckergehalt breit senkt, ohne dass die Verbraucher ihr Verhalten stark aendern muessen.

Die Erfahrungen aus dem Ausland zeigen zugleich, dass die konkrete Ausgestaltung entscheidend ist, denn nur eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe schafft fuer die Hersteller den Anreiz, ihre Produkte tatsaechlich umzustellen.

Widerstand der Industrie

Die Getraenkeindustrie reagierte mit Nachdruck und bezeichnete ein moegliches Vorziehen der Steuer als Affront gegen die Mitte der Gesellschaft, ein Hinweis darauf, wie hart der Streit um das Vorhaben gefuehrt wird.

Wie schnell die Zuckersteuer am Ende kommt und wie sie genau ausgestaltet wird, bleibt damit offen, doch die grundsaetzliche Richtung ist gesetzt und die Auseinandersetzung duerfte die gesundheitspolitische Debatte noch lange begleiten.

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